NEW YORK - 6 FRAGEN AN... ALEX GIZELA VON CABBAGES & KINGS 

Aus New York kommen die hübschen Baby-Mokkassins von CABBAGES & KINGS. Höchste Zeit, Gründerin Alex Gizela (Mama von Luella Ivy, Jameson Jaegger und Sterling Alexander) ein paar Fragen zu stellen:

 

CABBAGES & KINGS in fünf Worten?

Erbstücke, einzigartig, vielseitig, Qualität, handgemacht

 

Wie bist Du geworden, was Du bist?

Ich habe CABBAGES & KINGS im Herbst 2010 gegründet, als meine Tochter geboren wurde. Ich war auf der Suche nach warmer, langlebiger und moderner Kleidung und bin nicht wirklich fündig geworden. Und so ist die Idee für mein eigenes Label entstanden, mehr aus Frustration und wirklicher Notwendigkeit. Vor CABBAGES & KINGS war ich 25 Jahre lang in der Welt des Entertainments zu Hause. Ich habe meine Karriere bei Ford Models gestartet, habe dann geschauspielert und das Ganze endete mit meiner eigenen Show bei Nickelodeon. Ab und an tauche ich da immer noch auf, ich liebe es :)

 


Was ist das Beste in Deinem Job bei CABBAGES & KINGS?

Mein eigener Boss zu sein! Es erlaubt mir zu arbeiten, wann ich kann, was meistens nachts ist, wenn die Kinder schlafen. Aber ich bin auch süchtig danach, künstlerische Freiheit zu besitzen, dass ich erschaffen kann, was ich will. Ich kann knallige Farben und Muster benutzen, weil Kinder unvoreingenommener sind und flexibel in dieser Hinsicht. Nun ja, bis zu einem gewissen Alter jedenfalls...

 

Wie ist der Name des Labels entstanden?

Ich bin mit „Alice im Wunderland“ aufgewachsen, es war mein absolutes Lieblings-Buch. Im Film erzählen knubbelige Zwillinge Alice die Geschichte vom „Walroß und dem Zimmermann“*. In diesem Gedicht vom Alice-Autor Lewis Carroll kommt der Begriff „Cabbages & Kings“ (zu dt. „Kraut & Königtum“) vor und ich liebe diesen Begriff seit meiner Kindheit.

 

Ich packe meinen Koffer und auf keinen Fall fehlen darf...

Kommt auf die Jahreszeit an! Aber das ganze Jahr über habe ich immer Pampers & Spielzeug in meiner Tasche rumfliegen. Für mich selbst habe ich immer saure Bonbons und ein kleines Make-up-Täschchen dabei, das Josie Maran Argon Oli Moisturizer, Mascara von Tarte, Essential Bronzer von Bare, Pacifica-Lipgloss, eine Lidschatten-Box von BodyShop und Fresh Sugar Parfum enthält. Und dieses tolle natürliche Deo, das ich grade entdeckt habe, es nennt sich Pure Pitz und es funktioniert!!! Wenn es um Klamotten geht, habe ich immer einen trägerlosen, hautfarbenen BH dabei. Ich packe meistens Kleider ein, denn damit spart man Platz im Koffer und man ist komplett angezogen. Ich verreise gerne mit wenig Gepäck, dann kann ich auch am Urlaubsort mehr kaufen.

 

Was sind die Hits deiner Stadt? Und warum?

Wenn’s ums Essen geht, dann liebe ich seit jeher FREEMANS. Findet man im Viertel Nolita, in einer kleinen Seitenstraße, dort gibt es großartige Cocktails und amerikanische Küche. In Chinatown unbedingt JOE’S SHANGHAI besuchen, beste Dumplings der Stadt. Eine kleine sexy Bar, auch in Chinatown, ist die APOTHEKE. Beim Shopping ist REFORMATION ganz weit vorne, nach dem Motto „Killer-Klamotten, die die Umwelt nicht killen“. PIXIE MARKET ist ein toller Shop, um Unikate zu kaufen, vorwiegend aus Japan und London und die Preise sind auch total ok.

 

Liebe Alex, 1000 Dank für diese Eindrücke und die tollen Beauty-/Shopping- und Location-Tipps!

Unten findet ihr noch ein paar Impressionen von Alex' Universum. Alle Produkte des Labels findet Ihr hier.

* Wer das Gedicht "Das Walroß und der Zimmermann" von Lewis Carroll aus "Alice im Wunderland" nicht kennt, aber kennen will,

bitte hier entlang:

Die Sonne schien das Meer entlang,

sie schien mit aller Macht

und scheuerte die Wellen blank

zu heller Glitzerpracht.

Und das war sonderbar; es war

ja mitten in der Nacht.

 

Der Mond schien brummig, denn er fand,

daß dies ein Unfug sei.

„Wer braucht die dumme Sonne noch?

Der Tag ist ja vorbei.

jetzt hat sie nichts mehr hier zu tun:

Verdammte Bummeleil"

 

Das Meer war über und über naß,

staubtrocken war der Sand,

man konnte nicht ein Wölkchen sehn',

weil keins am Himmel stand,

man sah kein Vöglein fliegen, weil

sich keines dort befand.

 

Das Walroß und der Zimmermann

spazierten in der Näh.

Sie weinten über so viel Sand

und jammerten: „Oh weh!

Wär hier nur besser ausgefegt,

wie herrlich wär die See!"

 

„Wenn sieben Mägd' ein halbes Jahr

hier fegten tagaus, tagein,

was glaubst du — " fragte das Walroß sanft,

„würde der Boden rein?"

Drauf schluchzte laut der Zimmermann

und sprach: „Ich fürchte, nein!"

 

„Ach, Austern!" rief das Walroß aus,

„kommt doch zu uns ans Land!

Es plaudert sich so angenehm,

lustwandelnd hier am Strand.

Kommt — vier und vier — wir reichen dann

jeder eine Hand."    

Die ält'ste Auster sah ihn an

und sprach kein Sterbenswort.

Sie schüttelte das schwere Haupt

Und blieb an ihrem Ort.

Sie blinzelte verständnisvoll —

Das hieß: „Ich geh nicht fort."

 

Allein vier junge Austerchen,

die krochen aus dem Nest

und kamen, sauber abgeputzt,

gekleidet wie zum Fest,

zwar ohne Füße, doch die Schuh

gebürstet auf das Best.

 

Vier andre dann, und wieder vier

und viere hinterher,

so kamen viele, vier zu vier

und immer mehr und mehr,

so hüpften sie und schlüpften sie

in Massen eilig her.

 

Das Walroß und der Zimmermann

gingen dahin am Strand

und setzten sich auf einen Stein,

der just erreichbar stand,

und all die kleinen Austerchen

umringten sie gespannt.

 

„Nun plaudern wir", das Walroß sprach,

und schaut' sich freundlich um,

„Von Schuhen — Schiffen — Siegellack —

von Kraut und Königtum,

und ob ein Wildschwein Flügel hat,

und wenn's sie hat, warum?"

 

Die Austern baten: „Wartet doch

mit dieser Plauderei —

weil wir ganz außer Atem sind,

und wärn' so gerne dabei!"

„Sehr gerne," sprach der Zimmermann

und zählte „eins, zwei, drei."   

„Ein Stückchen Brot", das Walroß sprach,

„käm jetzt uns sehr zur Zeit,

dazu ein wenig Essig auch,

und Pfeffer, den man streut.

Und dann, ihr lieben Austerchen,

bin ich zum Mahl bereit."

 

Die Austern wurden bleich und blau

wie frisch polierter Stahl.

„Was hören wir, was hören wir

plötzlich von einem Mahl?

Ihr — uns? Nach solcher Freundlichkeit

wär dieses eine Qual!"

 

„Welch schöne Nacht!" das Walroß sprach,

„ist nicht die Aussicht nett?"

Der Zimmermann sprach: „Diese da

ist ganz besonders fett;

schneid mir noch eine Schnitte Brot

mit deinem Bajonett."

 

Das Walroß sagte: „Eigentlich

war das von uns nicht schön,

wir schleppten sie so weit heraus

und ließen so schnell sie geh'n."

Der Zimmermann sprach: „Gib mir noch

mehr Butter, bitte schön!"

 

„Ich bin für euch von Mitleid voll",

weinend das Walroß spricht

und sucht sich die größten Austern heraus,

„daß mir das Herz fast bricht."

Und hält sich ein großes Taschentuch

vor sein tränennaßes Gesicht.

 

„Ach Austern," sprach der Zimmermann,

„der Abend war wunderbar,

ihr hattet Glück I Doch jetzt wird's spät,

jetzt gehen wir heim, nicht wahr?"

Die Austern aber schwiegen still.

Weil keine übrig war."    


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